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Spiritualität

Mit Tai-Chi zum inneren Gleichgewicht

Obwohl das Tai-Chi eine Disziplin der chinesischen Kampfkunst ist, ist es eher geeignet, die innere Harmonie herzustellen, als bei Kämpfen eingesetzt zu werden. Die Durchführung der Übungen befreit uns von unseren aufgestauten Spannungen. Dies hat wiederum eine gesündere Lebensweise zur Folge.

Das Tai-Chi oder auch Tai-Chi Chuan genannt, ist eine mehrere Jahrhundert alte chinesische Kampfkunst, die im Gegensatz zu anderen Bewegungsformen des Orients – obwohl es auch zur Selbstverteidigung geeignet ist – nicht auf den Ausbau der Muskelkraft gerichtet ist, sondern auch versucht, eine innere Harmonie zwischen Körper, Seele und Geist herzustellen. Die Betonung liegt auf dem Ausbau der inneren Kraft und der Persönlichkeitsentwicklung und dafür ist das Chi, was so viel bedeutet wie der freie Energiefluss, erforderlich. Diese Energie wird mithilfe von verschiedenen Bewegungsformen eingesetzt. Tai-Chi heißt „Kämpfen nach höchstem Prinzip”. Sein Ursprung verbindet sich mit einem altvorderen Meister des Daoismus. Er war der Erste, der aufzeichnete, wie sich die Lehren des Daoismus mit der in Bewegung ausgeführten Meditation verbinden lassen.

Die traditionelle chinesische Heilkunde vertritt die Meinung, dass die Tai-Chi Übungen nachweislich in hohem Maße unseren körperlichen und seelischen Zustand beeinflussen. Die leichten und langsamen Schritte üben auf alle Teile unseres Körpers ihre Wirkung aus. Durch die Dreh- und Entspannungsübungen lockern sich die Gelenke und entspannen sich die Nerven. Somit kann die angestaute Körperspannung gelöst werden. Aufgrund der letzteren Wirkung ist dies auch eine ausgezeichnete Heilmethode für diejenigen, die an Depressionen leiden. Die Übungen helfen uns unser Selbstbewusstsein zu entwickeln, machen uns aufgeschlossener und verleihen uns das Gefühl befreiter zu sein.

Tai-Chi besteht insgesamt aus 108 langsamen, einfachen Grundschritten. Die bekanntesten Formen sind heute die 24-er und 42-er Schritte. Dies sind die sogenannten Jang-Formen. Außerdem sind die Schritte von vier weiteren Stilen bekannt. Die sind: der Chen-Stil, der Wu-Stil, der Neue Wu-Stil bzw. Sun-Stil. Im Zentrum des Übens stehen lange und breite Bewegungen der Arme und Beine, die verhindern sollen, dass der Gegner näher kommt.

Vertreten Sie die Meinung, es wäre zu spät damit zu beginnen? So ist es nicht, denn das Tai-Chi kann ungeachtet des Alters oder Geschlechts ausgeführt werden und setzt nicht voraus, dass Sie sich in guter Kondition befinden.

 
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